06 September, 2016

Tattoos als Datenspeicher

Im Rahmen des Forschungsprojekts DuoSkin des MIT zusammen mit Microsoft werden temporäre Tattoos aus Blattgold erprobt, mit deren Hilfe man eine Reihe technischer Spielereien unternehmen kann:
  • als touchpadartiges Eingabegerät können z.B. Rechner und Smartphones gesteuert werden
  • auch als Display kann das Tattoo fungieren
  • und schließlich kann man über eingebaute NFC Chips mit anderen Geräten kommunizieren, was künftig evtl. das Bezahlen über das Tattoo ermöglichen könnte...
Insgesamt ein sehr interessantes Projekt, das zeigt, wie auf ästhetisch ansprechende Weise die Verbindung des Körpers mit modernster Technik mittelfristig umgesetzt werden könnte - ob man das gut findet ist wieder eine andere Frage...

Im Video wird das Projekt erklärt und die Einsatzmöglichkeiten der Tattoos gezeigt.


30 August, 2016

Autonomes Fahren - wer soll leben, wer stirbt?

Diese Frage wird zu klären sein im Zusammenhang mit dem autonomen Fahren, immer dann wenn es zu unvermeidlichen Unfallsituationen kommt. Iyad Rahwan, Professor am MIT Media Lab, hat zu dieser moralisch sehr schwierigen Thematik einen Online-Fragebogen entwickelt, der den User auf emotionale Weise mit genau dieser Frage konfrontiert: Wie soll ein selbststeuerndes Auto reagieren, wenn es zu Situationen kommt, in denen ein Unfall nicht mehr zu vermeiden ist. 

Bei der Entscheidung spielt nicht nur die Anzahl der potenziellen Opfer eine Rolle, sondern auch weitere Parameter wie Alter, Geschlecht, sozialer Status, Gesetzestreue können mit einfließen - denn, so der Forscher: "Man sollte künstliche Intelligenz nicht unterschätzen, sie ist zu ziemlich unheimlichen Dingen fähig. Algorithmen können bereits jetzt sehr schnell und zuverlässig Gesichter erkennen." Somit ist es technisch wohl durchaus möglich, all diese Faktoren in eine entsprechende Steuerungssoftware eines selbstfahrenden Autos zu integrieren...

Zum Online Fragebogen geht es hier.

22 August, 2016

Sicherer surfen für Kinder

Mit der Kindersuchmaschine fragFINN erhalten Kinder ein spezifisch auf ihre Interessen zugeschnittenes Internetportal und eine Suchmaschine, die auf die Eingabe von Suchbegriffen nur geprüfte und altersgerechte Seiten anzeigt - im Rahmen eines sogenannten "geschützten Surfraums".

Dieser Surfraum basiert auf einer "Whitelist" - eine thematisch und zahlenmäßig umfangreiche Liste an für Kinder geeigneten und von Medienpädagogen redaktionell geprüften Internetseiten. Mithilfe der Kindersuchmaschine fragFINN wird die Whitelist visualisiert, Internetseiten mit kinngerechten Inhalten werden dabei in den Suchergebnissen ganz oben platziert.

Klicken Sie hier und gelangen Sie direkt zu fragFINN.de

27 Juni, 2016

Bitte noch eine Vokabelübung!!!

Das ist die Standardreaktion von Schülern, wenn man mit ihnen Vokabeln mit Hilfe von Kahoot wiederholt - Vokabellernen als interaktiver Wettstreit. Aber natürlich funktioniert das Prinzip auch mit allen anderen Inhalten.

Die Idee von Kahoot ist es, dass alle Schüler einer Klasse aktiv und gleichzeitig an einer Übung beteiligt sind. Alle antworten simultan auf Multiple Choice Fragen, indem sie eine der möglichen Optionen auf dem Smartphone oder Rechner anklicken. Für korrekte Antworten gibt es Punkte und wer am schnellsten antwortet erhält nochmals einen Bonus.
Nach jeder Fragerunde wird das aktuelle Ranking der Teilnehmer eingeblendet.

Die Plattform bietet zum Einstieg eine große Zahl öffentlicher Quizze ("Kahoots"), auf die man nach der (kostenlosen) Registrierung als Lehrer zugreifen kann. Man startet das Quizz, ein Zugangscode wird generiert und die Schüler können sich damit auf der Website ohne Registrierung in das Spiel einwählen. Hier ein Beispiel für Deutsch als Fremdsprache.

Gerade der Wettbewerbscharakter schafft eine unglaubliche Motivation, darüber hinaus ist auch die Möglichkeit, das eigene Smartphone als Eingabegerät nutzen zu können ungemein reizvoll für die Schüler.
Somit lässt sich auch eine zusätzliche Motivation für das Lernen von Vokabeln und anderen Lerninhalten schaffen: beim folgenden Kahoot besser abzuschneiden als die anderen in der Klasse...


Eine kurze Erläuterung bietet dieses Video:

14 Juni, 2016

Bessere Noten - schlechtere Schüler!

Die Welt berichtet über die zunehmenden Bildungsdefizite in Deutschland. Demnach steigt die Zahl der Abiturienten, auch die Notenschnitte werden besser, aber die Fähigkeiten der Studienanfänger und Auszubildenden lassen immer mehr zu wünschen übrig. Grund für diese Entwicklung ist einerseits, dass das Anforderungsniveau für Schulabschlüsse - politisch gewollt - dramatisch abgesenkt wurde, andererseits, dass immer mehr Studierende auch ohne klassisches Abitur an die Unis gehen können.
Die Defizite gehen so weit, dass z.B. Germanistikstudenten zum Teil nicht korrekt schreiben können.
Universitäten und Ausbildungsbetriebe müssen demnach zunehmend "Brückenkurse" anbieten, um die Defizite auszugleichen. Trotzdem steigt die Quote der Studienabbrecher und der Anteil derjenigen, die eine Ausbildung vorzeitig abbrechen - siehe die Grafik.
Den gesamten Bericht mit vielen Statistiken gibt es auf der Website der Welt.


29 Mai, 2016

Mit "Hour of Code" spielend Programmieren lernen

Eine interessante Initiative aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Hier die Beschreibung auf der Website:
"Die Hour of Code ist eine weltweite Bewegung, die Millionen von Schülern in über 180 Ländern erreicht. Jeder kann eine Hour of Code veranstalten - egal wo. Hierzu stehen einstündige Tutorials in über 40 Sprachen zur Verfügung. Vorkenntnisse sind keine nötig. Alter 4 bis 104."

Schüler lieben es, kleine (Spiel-)Programme zu ihren Lieblingsspielen wie Minecraft, Flappy Bird und anderen zu schreiben, aber auch künstlerische Gestaltung wird entsprechend gefördert. Die Modle können wunderbar in 45-minütige Unterrichtseinheiten integriert werden.
Hier einige Beispiele:



Direkt zu den Tutorials geht es hier!